JAPAN FILMFEST HAMBURG 2017
Das JAPAN FILMFEST HAMBURG ist erwachsen, sprich volljährig geworden. Zum 18. Male und wie jedes Jahr natürlich, fand dieses spezielle und hochinteressante Festival wieder in Hamburg statt. Diesmal waren sogar 40 Gäste geladen, mit denen man sich angeregt über deren Filme unterhalten konnte. Vom Produzenten, über den Regisseur, bis hin zu den Schauspielerinnen und Schauspielern reichte die Gästeliste, welche sich durchaus sehen lassen konnte.

Gezeigt wurden die Filme wieder in drei Kinos, die schon zu den Stammkinos des Festivals gehören, das Metropolis-Kino in der Innenstadt, das 3001-Kino in der Schanze und das Studio-Kino in Altona. Damit hatte man die Qual der Wahl, in welchem Kino man sich welchen Film anschaut. Denn das Programm hatte 70 Filmtitel zu bieten, inkl. Kurzfilme und das in vier Tagen. Damit hatten die Macher von Nihon Media e.V. ein enormes Programm geplant, dass seinesgleichen sucht. Die Filme, welche ich gesehen hatte, waren alle von gut bis sehr gut und man kann nur hoffen, dass einige Filme den Weg auch nach Deutschland finden werden, wenn auch vielleicht nicht ins Kino, so doch mindestens auf digitalen Datenträgern.

Neben der Programmauswahl mussten die Veranstalter auch noch die Gästebetreuung stemmen. Und da alles in ehrenamtlicher Funktion läuft, kann man hier nur den Hut ziehen, mit welchem Aufwand dieses Festival organisiert wird. Jeder, der im übrigen Lust hat, kann sich gern bei den Machern des Festivals melden. Ehrenamtliche Helfer werden immer gesucht. Kontaktmöglichkeiten sind in der Infobox am Ende des Artikels zu finden. Doch auch wer das Festival unterstützen möchte, aber eben nicht die Zeit hat da mitzuwirken, kann dies passiv tun. Sei es durch eine Mitgliedschaft oder durch eine finanzielle Spende.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das JAPAN FILMFEST HAMBURG ein cineastischer, wie kultureller Genuss ist, dessen Besuch nicht nur für Japan-Interessierte, sondern auch für Filmfreunde anderer Genres höchst interessant ist. Dies sollte man im kommenden Jahr nutzen und zumindest mal einen kurzen Blick riskieren. Denn es laufen nicht nur die, bei Skeptikern als pauschale, vorverurteilte, typischen Asienfilme mit Genres wie Anime, Martial Art, Splatterhorror, SciFi oder Riesenmonster, sondern auch sehr spannende und interessante Thriller, Krimis und Komödien, wie auch vereinzelnd Dokumentarfilme. Ein Besuch des JAPAN FILMFESTES HAMBURG lohnt sich daher immer. 

DIE FILME DES FESTIVALS

Ganz ehrlich: Alle Filme konnte ich nicht schauen. Dafür war die Filmauswahl einfach zu groß, der Zeitrahmen zu eng und auch die Kinos lagen ein wenig weit auseinander, wenn auch immer noch gut erreichbar. Um möglichst viele Filme schauen zu können, hatte ich mir einen sog. „Fahrplan“ zurecht gelegt und das hat auch ganz gut geklappt. Da ich kein Fan von Anime- und Splatterfilmen bin, konnte man hier schon mal den Themenbereich eingrenzen, was das Ganze wesentlich erleichterte. Es gab dennoch viel interessantes und spannendes zu schauen, sowie auch die Stars und Macher dieser Filme einmal aus der Nähe kennenlernen und erleben zu dürfen.

Der Untertitel und programmatische Inhalt des Festivals lautete „Zwischen Hart und Zart - Japans Kino der verlorenen Unschuld“. Der Auftakt fand gleich mit einer Weltpremiere im Metropolis-Kino statt, mit dem Film Innocent Blood, zu dem es im Anschluss noch einen Austausch mit dem Publikum gab.
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ASIATISCHER FILM

Von links nach rechts: Michihito Fujii (Regisseur) / Yuki Sera (Schauspieler) / Riko Uchikoshi (Schauspielerin) / Natsuko Kobayashi (Schauspielerin) / Mika Dehara (Schauspielerin) / Hiro Kunado (Produzent) im „Metropolis-Kino“.

INNOCENT BLOOD

Japan 2017 / Regie: Michihito Fujii / Originaltitel: Hikari to chi


Die Unschuld ist ein zerbrechliches Gut. Eine bittere Erkenntnis, die drei Menschen aus ihrem Leben reißt.

Hikari ist eine aufgeweckte, fröhliche Teenagerin mit einem starken Sinn für Gerechtigkeit. Als sie bemerkt, dass eine Mitschülerin schweren Mobbing-Attacken ausgesetzt ist, beschließt sie, ihr zu helfen, und freundet sich mit dem schüchternen Mädchen an. Doch dann kommt es zur Katastrophe: Hikari wird am helllichten Tage brutal vergewaltigt. Ihre heile Welt versinkt in Finsternis. Innerlich zerbrochen wird sie nur noch von einem Gedanken getrieben: der Rache an ihrem Peiniger. Geschäftsmann Yo dagegen, hat es endlich gewagt, seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht. Doch in einer belebten Fußgängerzone kreuzen sie den Weg eines irren Psychopathen, der wahllos mit dem Messer auf Passanten einsticht. Yo‘s Verlobte bricht blutüberströmt in seinen Armen zusammen. Und dann ist da noch Kota, ein junger Berufsanfänger, der zum Entsetzen seiner großen Schwester Yuka mitten auf einer nächtlichen Landstraße von einem Auto überfahren wird.


Regisseur Michihito Fujii hat hier einen sehr intensiven Film geschaffen, der niemanden kalt lässt und unter die Haut geht. Die Episode mit dem jungen Mann Kota, der auf einer Landstraße überfahren wird, hat sogar einen persönlichen Hintergrund, der hier in den Film mit eingeflossen ist. In der anschließenden Diskussion zum Film offenbarte Produzent Hiro Kunado, dass ihm ähnliches widerfahren sei und dies bewusst und auf eigenen Wunsch in den Film mit eingearbeitet wurde.



DEAD OF NIGHT

Japan 2015 / Regie: Naoyoshi Kawamatsu / Originaltitel: Ushikoku ni Mairu


Sich mitternachts allein im Wald aufzuhalten ist unheimlich genug. Für Kenji beginnt der Horror aber erst, als er unfreiwillig mit ansieht, wie eine Hexe den Ushikoku-Zauber wirken will. Zu Kenjis Unglück kann der Zauber aber nicht in Kraft treten, wenn es Zeugen bei dem Ritual gegeben hat – es sei denn, der Zeuge stirbt. Kenji flüchtet und damit nehmen die verhängnisvollen Umstände ihren Lauf. Allerdings muss er nicht nur feststellen, dass sich die Hexe als sehr hartnäckig erweist, sondern auch, dass der Zauber eine unheimliche Macht über seine Mitmenschen hat, die sich nach und nach gegen ihn wenden. Doch das Ganze hat auch einen Ursprung, dem Kenji schließlich auf die Spur kommt und der am Ende eine gewaltige Tragik in sich birgt.

Was Regisseur Naoyoshi Kawamatsu hier als Horrorfilm abgeliefert hat, ist eine seltene Perle des unheimlich phantastischen Genre und ein Paradestück bester Regiearbeit. Lange hat man keinen handwerklich so gut gemachten Grusel- und Horrorstreifen mehr gesehen, der mit so wenig Effekten auskommt und es dennoch versteht, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, so dass ich mich schon jetzt auf eine deutsche Veröffentlichung des Films freue, der dann selbstverständlich den Weg in mein Heimkinoarchiv finden wird.


Der Film ist mit einer so dichten Atmosphäre inszeniert, dass es geradezu eine Wonne ist, sich in diesem Film die Gänsehaut über den Rücken gruseln zu lassen. Hier wird mehr auf die Geschichte wert gelegt, bei denen die Gruselelemente sehr gut dosiert sind und man hier auch voll auf seine Kosten kommt, als sich nur beliebiger Effekte zu bedienen, wie es bei den meisten Horrorfilmen heutzutage der Fall ist. Wenig Goreeffekte und überzeugende Schauspieler machen hier den Film zu einem besonderen Genuss.

Lediglich die Untoten (nein, wir sprechen nicht von Zombies im klassischen Sinne), welche Kenji verfolgen, wirken auf den westlichen Zuschauer etwas erheiternd, da man hierzulande diese Kreaturen etwas anders in Erinnerung hat. Dies tut dem ganzen jedoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil.


Ein wichtiger Teil des Films ist das Thema Umweltverschmutzung, was sich erst am Ende des Films herauskristallisiert und in dem am Anfang schon ein vorsichtiger Hinweis gegeben wird. Beim anschließenden Austausch mit dem Regisseur und der Hauptdarstellerin, wies Naoyoshi Kawamatsu auf dieses Thema hin, dass er schon während seiner Kinder- und Jugendzeit wahrgenommen hatte. Mir fiel dabei aus meiner Jugendzeit der Godzilla-Streifen „Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster“ (Japan 1971 / Regie: Yoshimitsu Banno) ein, der dieses Thema schon in den 1970er Jahren eben auf seine Weise behandelte.


Ebenso wurde der Ushikoku-Zauber in der Diskussion thematisiert, da es solche Puppenwälder wie im Film, tatsächlich in Japan gibt und für den Film mit westlichen Puppen ergänzt wurden.


Hauptdarstellerin Keiko Shirasu, die ihre Rolle sehr überzeugend spielt, kannte das Drehbuch bereits, bevor Regisseur Naoyoshi Kawamatsu dies tat und bat ihn hartnäckig, als die Dreharbeiten anstanden, sie in der Rolle der „Moshi“ zu besetzen, wie sie selbst äußerte. Eine richtige Entscheidung, wie man anhand des Films sehen kann.

Hauptdarstellerin Keiko Shirasu im „Studio-Kino“.

THE NINJA WAR OF TORAKAGE

Japan 2015 / Regie: Yoshihiro Nishimura / Originaltitel: Torakage


Der ehemalige Ninja Torakage lebt mit seiner Familie friedlich in einem kleinen Dorf – bis eines Tages sein Sohn von seinem ehemaligen Dienstherrn gekidnappt wird. Um ihn wiederzubekommen, soll Torakage in ein Schloss einbrechen und dort die goldene Schriftrolle stehlen. Zusammen mit der silbernen Schriftrolle, die sich im Besitz des Ninja-Bosses befindet, weist sie den Weg zu einem großen Schatz. Doch der Plan misslingt; Torakage und seine Frau geraten in die Fänge der grausamen Schlossherrin. Diese fordert von Torakage, ihr die silberne Schriftrolle des Ninja-Anführers zu bringen. Mit allen Mitteln kämpft Torakage um das Leben seiner Frau und seines Sohnes.

Wer den Filmemacher Yoshihiro Nishimura kennt weiß, dass seine Filme alles andere als harmlos sind, dafür eben sehr blutig. Auch in diesem Film ist man mit der roten Körperflüssigkeit nicht gerade sparsam, jedoch weitaus weniger als man dies von den anderen Filmen Nishimura‘s gewohnt ist, wie man am Beispiel „Tokyo Gore Police“ (Japan 2008) sehen kann. Dafür ist er bekannt und hat seine Fans.


Der Film ist alles in allem ein unterhaltsamer Film und hat sogar mir Spaß gemacht, jemand der eigentlich aus dem Splatter & Gore-Alter raus ist. Der Film hat auch viele witzige Momente, an denen man sich nicht an sich halten konnte und das Zwerchfell massierte. An Skurrilität und Absurdität mangelt es dem Film natürlich nicht, was aber kein Manko sein muss. Ganz im Gegenteil, auch wenn Regisseur Yoshihiro Nishimura über die niedrige Alterseinstufung in Japan überrascht war, wie er im anschließenden Gespräch äußerte und alle Gäste dazu einlud, diesen Film mit ihren Kindern anzuschauen, da es ja quasi ein Ninja-, Fantasy- und Kinderfilm sei. Man muss wissen, das so was natürlich nur einem Yoshihiro Nishimura einfallen kann, der dies lediglich augenzwinkernd meint. Oder vielleicht doch nicht?

Regisseur Yoshihiro Nishimura im „Studio-Kino“.

Regisseur Yoshihiro Nishimura im „Studio-Kino“.

MR. LONG

Japan 2017 / Regie: Sabu / Originaltitel: Mr. Long


Ein Killer der Triaden soll einen japanischen Yakuza umbringen und reist dafür nach Tokio. Doch der Auftrag geht schief und nur knapp kann der chinesische Auftragsmörder seiner eigenen Hinrichtung entgehen. Denn als er hingerichtet werden soll, taucht plötzlich ein Mann auf, der den Boss der Yakuza auffordert, ihm seine Frau zurück zu geben und greift diesen an. Dabei wird der Mann erschossen und der Triadenkiller kann fliehen. Verwundet flieht er, kopflos irgendwohin. Er landet schließlich in einem heruntergekommenen Vorort von Tokio, wo Trostlosigkeit und Zerstörung den Ort kennzeichnen, der erst nach und nach seine Bewohner preisgibt.


Ohne Kenntnisse der japanischen Sprache bleibt der Killer weitgehend stumm, bzw. schweigt. Er freundet sich mit einem Jungen an, dessen Mutter heroinabhängig ist und taiwanesische Wurzeln hat, weshalb der kleine Junge ihn versteht und mit ihm Chinesisch sprechen kann. Dieser besorgt dem Killer Kleidung und schließlich Gemüse, das der Killer sich zu kochen beginnt. Als ein Anwohner davon probiert, holt dieser gleich die ganze Nachbarschaft zusammen, die den Unbekannten, dem sie den Namen Mr. Long geben, einladen. Und diese Nachbarn lieben gutes Essen.


Doch es gibt ein Problem: Er hat nur 5 Tage Zeit, um das nächste Schiff nach Taiwan zu bekommen und muss das Geld für die Passage zusammenbekommen, welche die Triaden organisieren, da sein Pass von der Yakuza verbrannt wurde und er somit ohne Ausweispapiere da steht, damit nicht offiziell aus Japan ausreisen kann. Doch wie soll man sich das Geld beschaffen? Leute überfallen, die selbst kein Geld haben? Oder sich mit den eigenen Kochkünsten und ehrlicher Arbeit das Geld beschaffen? Damit nimmt die Sache ihren Lauf!

Was man hier geboten bekommt, ist allerfeinstes Japan-Kino! Regisseur Sabu hat hier einen Film inszeniert, der so ziemlich alle Genres beinhaltet. Es gibt Action, Gewalt, Tragik, Komik und Unterhaltung, alles in einem Film der sehr sehenswert ist. Er bietet pure Unterhaltung und gehört für mich mit zu den Highlights des Festivals!


Tragisch ist das Ende des Films, dass aber dann doch noch irgendwie gut ausgeht und ein kleines Happy End zulässt, bei dem selbst ich „Pipi inne Augen“ hatte. Und das kommt nicht oft vor bei einem Film. Allerdings sehe ich hier auch wieder die Gefahr, dass der Filmstoff von den Amerikanern adaptiert werden könnte, eben weil er so gut ist und was ja meistens nur selten gelingt, schaut man sich die Adaptionen zu „The Ring“ oder „Godzilla“ an.


Bleibt inständig zu hoffen, dass diese japanische Produktion ihren Weg nach Deutschland finden und auf digitalen Datenträgern erhältlich sein wird. Für mein Heimkinoarchiv möchte ich diesen Film definitiv haben und kann diesen Film auch nur jedem wirklich sehr empfehlen.

SHIN GODZILLA

Japan 2016 / Regie: Hideaki Anno & Shinji Higuchi / Originaltitel: Shin Gojira


In der Bucht von Tokyo kommt es zu merkwürdigen Vorfällen. Zuerst wird eine verlassen Yacht geborgen, deren Besitzer ein ehemaliger Universitätsprofessor, verschwunden ist, jedoch wissenschaftliche Unterlagen an Bord hinterlassen hat. Kurz darauf brodelt das Wasser und es verbreitet sich ein virales Video, auf dem ein unerklärliches Seemonster zu sehen ist. Während die Regierung zunächst noch zur Besonnenheit aufruft, betritt das mittlerweile mutierte Monster japanischen Boden und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Unterstützt durch die amerikanische Agentin Kayoko Ann Patterson versuchen die Regierung, Behörden und Wissenschaftler einen Weg zu finden, um das als mittlerweile auf den Namen „Godzilla“ getaufte Monster zu stoppen. Aber die herkömmlichen Waffen zeigen keine Wirkung.


Doch dann gelingt es den Wissenschaftlern die an Bord der Yacht gefundenen Unterlagen zu entschlüsseln und stellen fest, dass es damit etwas anderes auf sich hat, als alle vermutet haben. Unter dessen haben die Amerikaner (mit Druck auf den Weltsicherheitsrat der UNO) einen Atombombenangriff auf Tokio befohlen, dessen Befehl sich die japanische Regierung beugt. Dies wiederum führt zu erheblichen Protesten und man versucht schnellstmöglich eine Evakuierung Tokios zu erreichen. Dafür bekommt man einen zeitlichen Aufschub, den die Wissenschaftler wiederum nutzen, um Godzilla zu stoppen.

Wer die Godzilla-Filme von früher kennt, welche seinerzeit in den Kinos und im Fernsehen liefen, sowie ein Godzilla-Nerd ist, muss bei diesem Film komplett umdenken. Dieses Reboot ist so anders und wiederum eine neue Generation von Kaiju Eiga, das man sich diesen Film mindestens zweimal anschauen sollte, um ihn überhaupt bewerten zu können. So ging es mir. Hatte ich mir zuerst die deutsche Fassung angesehen, so hatte mich ziemlich viel an dem Film genervt. Das mag aber jedoch daran gelegen haben, dass ich mit falschen Vorstellungen ins Kino gegangen bin. Und so war es letzten Endes auch. Jetzt nach der Sichtung auf dem JAPAN FILMFEST HAMBURG sehen die Dinge etwas anders aus. Mittlerweile mag ich den Film, wenn es auch nach wie vor, immer noch die selben Kritikpunkte gibt.


Was jedoch ungewöhnlich für japanische Filme, insbesondere für Godzilla-Filme ist, ist der Umstand, dass man mit diesem Film offen die japanische Regierung im Bezug auf ihre Handlungen bzgl. der Katastrophe in Fukushima kritisiert und satirisch karikiert. Das hat es in der Form so noch nicht gegeben und darf als Novum gesehen werden.


Positiv an diesem Film ist, dass er sehr dem ersten Godzilla-Film von 1954 entspricht. Dies wurde einem erst beim zweiten Anschauen des Films deutlich. Dennoch hat der Film auch seine negativen Seiten. Dazu gehört, dass der Film ausgesprochen dialoglastig ist und etliche Einblendungen von Untertiteln nervten, die jedoch bei japanischen Fassung mit deutschen Untertiteln nicht ins Gewicht fielen, weil auch kaum vorhanden. So bleibt zu hoffen, dass man bei einer deutschen Veröffentlichung für den Heimkinomarkt, diese überflüssigen Titel ausblendbar sind. Ansonsten ein interessanter Monsterfilm.

RE:BORN

Japan 2016 / Regie: Yūji Shimomura / Originaltitel: Re:Born


Toshiro, legendärer Special-Ops-Soldat einer elitären Kampftruppe, genannt Ghost, ändert sein Leben radikal, nachdem sein Kader von einem mysteriösen Angreifer ausgelöscht wurde. Als Ladenverkäufer lebt er von nun an in der ländlichen Abgeschiedenheit der Ishikawa-Präfektur und kümmert sich um die Erziehung seiner Adoptivtochter Sachi. Bis eines Tages ein rätselhafter Mord passiert, eine Warnung. Seine alten Kameraden sind auf einem Rachefeldzug, geben ihm die Schuld an dem Massaker von damals. Als dann noch seine Adoptivtochter als Köder missbraucht wird, gibt es für Tak kein Halten mehr, und sein Kampfgeist bricht sich neue, noch gnadenlosere Bahnen.

Ein interessanter Action- und Martial Art-Film, der einem da geboten wurde. Ein High Noon auf japanisch, wenn man so will, der alles zu bieten hat, was man sich in so einem Film wünscht. Die Kampfszenen sind sehr ausgefeilt und die Handlung gut inszeniert. Es macht Spaß, sich nach langer Zeit mal wieder einen Kampfsport-Film anzusehen, der so gut inszeniert ist, dass er zu unterhalten weiß, auch wenn die Kampfszenen bei solch‘ einem Film natürlich im Vordergrund stehen.


In dem Film hat man sich auf die Samurai-Tradition berufen und Kampfstile neu entwickelt und trainiert, diese schließlich in dem Film angewendet, wie sie heute auch in der japanischen Armee angewandt werden. Dazu haben der Hauptdarsteller Tak Sakaguchi und Regisseur Yûji Shimomura zusammen mit dem Kampfchoreographen Yoshitaka Inagawa einen neuen Kampfsportstil für den Film kreiert. Dabei legten sie den Fokus auf den „Null-Bereichskampf“ mit einer Vielzahl von verschiedenen Klingenwaffen, die einen in konsequent innovativen Kampfsequenzen atemlos zurücklassen.

MUSEUM

Japan 2016 / Regie: Keishi Ohtomo / Originaltitel: Myujiamu


Eine Serie bizarrer Morde erschüttert das Land. Sämtliche Opfer wurden mit der unbändigen Grausamkeit eines psychopathischen Sadisten entstellt und auf exponierte Weise arrangiert. Der erfolgreiche Ermittler Hisashi Sawmura nimmt sich des obskuren Falles an und muss entdecken, dass alle Opfer etwas verbindet: Sie alle waren Geschworene in einem Mordprozess, bei dem der Täter nach der Verurteilung Selbstmord begangen hat. Erschreckend für Sawmura ist, dass auch seine Frau zu den potentiellen Opfern gehört. Als diese nicht erreichbar ist und er feststellen muss, dass sie und sein Sohn sich in der Hand dieses Psychopathen befinden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Dabei gerät Hisashi Sawmura, Stück um Stück in ein verqueres Psychospiel, das seltsamerweise wie auf ihn zugeschnitten zu sein scheint. Anfangs gibt es jedoch nur zwei klare Muster: Alle Tötungen fanden bei Regengüssen statt und der mutmaßliche Drahtzieher scheint ein mysteriöser Mann zu sein, der sein Gesicht hinter einer unheimlichen Froschmaske verbirgt.

Was hier einem als Film angeboten wird, hat absolut höchstes Niveau für einen Thriller! Man darf sagen, dass dieser Film mit einer der Höhepunkte des JAPAN FILMFESTES HAMBURG für mich gewesen ist. Ein unheimlicher, düsterer und makaberer Film, bei dem die gesamte Atmosphäre stimmig ist und der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten wird. Richtig gutes Kino!


Es wäre zu wünschen, dass dieser Film ebenfalls den Weg nach Deutschland finden möge, um hier auch dem Heimkinomarkt zur Verfügung zu stehen, denn er steht ganz oben auf meiner Beschaffungsliste. Der Film erinnert ein wenig an den Thriller „Sieben“ (USA 1995) mit Brad Pitt und Morgan Freeman. Viele Elemente (Regen, Dunkelheit, düstere Atmosphäre) sprechen dafür. Dennoch ist es ein komplett anderer Film, mit einer anderen Handlung. Auf jeden Fall ein ausgesprochen sehenswerter Thriller. Nur zu empfehlen.


Allerdings befürchte ich fast, dass es irgendwann auch hiervon eine US-Adaption geben wird.

COLONEL PANICS

Japan 2016 / Regie: Cho Jinseok / Originaltitel: Kaaneru Panikku


Zwei Männer: Der eine lebt in der Gegenwart und ist Schriftsteller für ein politisches Magazin mit nationalistischer Linie. Er lebt das Leben eines normalen Angestellten, mit all‘ den Sehnsüchten, die sich aus einer einsamen Situation heraus ergeben. Selbstbefriedigung und gekaufte Liebe, decken seine Bedürfnisse nach Zuneigung und das Ausleben seiner Neigungen. Doch er ist auch ein Stalker, der heimlich seiner beruflich erfolgreichen Ex-Kollegin nachstellt.


Der andere Mann lebt in der Zukunft und ist ein freiberuflicher Virtual-Reality-Spezialist mit ähnlichen Neigungen wie der erste Mann. Sein Job ist es, die Programmierfehler eines Reality-Spiels aufzudecken. Als sich plötzlich ein bösartiges Virus ausbreitet, verschwinden die Grenzen zwischen Realität und Traum und beide Zeitachsen verschmelzen miteinander. Dies hat ungeahnt böse Folgen für den ersten Mann namens Kaito, dessen Leben daraufhin aus den Fugen gerät.

Ein sehr verstörender Film, wie ich finde. Zwar ist es hier gelungen die Genres Cyberpunk, Explotation, Science Fiction und fast schon Pornografie miteinander zu verbinden, doch herausgekommen ist am Ende mehr oder weniger ein verstörender Film, der den herkömmlichen Cineasten mehr abschreckt als begeistert. Besonders die brutalen Szenen und der Mord an seiner Ex-Kollegin lassen einen ratlos und entsetzt zurück. Vielleicht auch deshalb, weil man um diese Dinge in der heutigen, realen Welt weiß.


Dieser Film ist zugegeben, der einzige Festivalbeitrag von den gesehenen Filmen, der mir jetzt nicht so gefallen hat, obwohl  dieser interessant gemacht ist.

SAPPHIRE

Japan 2017 / Regie: Toshinari Yonishi / Originaltitel: Safaia


Sapphires Mutter kann einzigartige heilende Zellen produzieren. Bei dem Versuch, sie in ihre Hände zu bekommen, bringt eine raffgierige Organisation die besondere Frau um. 20 Jahre später weiß Sapphire dank gelöschter Erinnerung von alledem gar nichts mehr und arbeitet in kugelsicherer Lack- und Leder-Montur für eine Elite-Söldnerorganisation. Dann aber führt ein Auftrag sie direkt in das Herz des finsteren Konzerns. Die Heldin entsichert die Schießeisen, wetzt die Schwertklinge, richtet stoisch ihre Sonnenbrille und entfacht ein bleihaltiges Racheinferno sondergleichen.

Halleluja, was für eine militärische Emanzenpower! In keinem Film der Welt, den man bisher gesehen hat, wurde soviel geballert und an Munition verschossen, wie hier. Dieser Low-Budget-Film (oder sollte man sagen No-Budget-Film?), kann wohlwollend als B-Movie bezeichnet werden. Die Trickeffekte sind vergleichsweise billig gestaltet, die Darsteller allesamt keine Schauspieler und die Story.......welche Story? Hätte man vorher nicht die Inhaltsangabe gelesen, wüsste man eigentlich nicht, um was es da geht. Da konnten auch die Untertitel nicht weiterhelfen.


Langweilig hingegen ist der Film aber nicht. Er bietet jede Menge Action, heiße Girls und Waffen, Waffen, Waffen. Es wird geballert bis der Arzt kommt. Und das hat auch seinen Grund, wie der Regisseur des Films Toshinari Yonishi bemerkte, der zur internationalen Premiere des Films zum JAPAN FILMFEST nach Hamburg mit angereist war, samt seiner Hauptdarstellerin Hitomi Uno, einem Kimono-Model, dass u.a. auch beim Filmfest in einem Kimono auftrat und später in den Latex-Anzug wechselte, wie auch der Produzent Yoshisuke Shinoda und dessen Frau, die auch eine Rolle in dem Film hat.

KARATE KILL

Japan 2016 / Regie: Kurando Mitsutake / Originaltitel: Karate Kill


Der wortkarge Kenji schlägt sich in Japan mit vier Nebenjobs durchs Leben, um seine in Los Angeles studierende Schwester Mayumi zu unterstützen. Als plötzlich der Kontakt zu ihr abbricht, macht er sich auf den Weg nach Los Angeles, wo er zunächst auf Widerstand stößt. Dort erfährt er, dass Mayumi als Hostess in einem Nachtclub gearbeitet hat. Als er dort den Besitzer zur Rede stellen will, muss er sich zunächst mit dessen Leibwächtern herumschlagen, die Dank seiner exzellenten Karate-Fähigkeiten die Kommunikation mit Händen und Füßen schließlich verstehen. Als sich auch noch der Besitzer nach Kendo-Manier versucht Kenji vorzuknöpfen und scheitert, ist jeglicher Widerstand aufgegeben.


Er erfährt, dass seine Schwester von einer sadistischen Sekte, namens „Grosser Messiahs“ verschleppt wurde, die sich aus perfekt inszenierten Internet-Livestreams von Folter, Mord und Vergewaltigungen finanziert. Zusammen mit Keiko, die als Einzige den Fängen der Sekte entkommen konnte, schmiedet er einen Plan, um Mayumi zu befreien. Doch der Plan misslingt und Kenji wird gefangen genommen. Er soll nun gegen einen Kendo-Meister im Laderaum eines fahrenden Trucks antreten, während dieser Kampf live im Internet gestreamt wird. Doch der Kampf geht anders aus als erwartet und Kenji startet seinen finalen Rachefeldzug.

Wow! Was hier einem geboten wird, hat es seit dem Eastern-Kino der 1970er Jahre nicht mehr gegeben, als Karato, Hikido, Aikido und Co. noch die Leinwände der Bahnhofskinos beherrschten. Dieser Film ist ganz nach meinem Geschmack, denn ich liebe dieses Filmgenre, wenn es in der Neuzeit spielt und nicht im Japan der 15. Jahrhunderts oder dergleichen. Von daher ein gelungener Eastern, der Spaß macht und reichlich Action bietet.


Für Fans des Karate- und Kung Fu-Kinos ein „Must have“, keine Frage. Ein Film der Lust auf mehr macht. Nur schade, dass dieser Film mit zu den letzten Filmen gehörte, die auf dem JAPAN FILMFEST gezeigt wurden. Dennoch ein hervorragender Film, der es wert ist gesehen zu werden.

Kult-Regisseur Yoshihiro Nishimura dreht nicht nur eigene Filme, die immer sehr viele Effekte vorzuweisen haben, sondern wird auch als Berater oder Mitarbeiter zu Filmen als Experte angefordert. So auch bei „Shin Godzilla“, wo er für die Trickeffekte mitverantwortlich war.


Nach dem Film demonstrierte er, wie er den Oberkörper von Godzilla stemmen musste, der an die 3 Meter groß ist und etliches an Gewicht hat. Die Szenen mit Godzilla wurden nicht am Computer hergestellt, wie er betonte, sondern werden weiterhin im Suitamation-Verfahren gedreht. Nur einige kleine Nuancen werden per Computer ergänzt. Auch werden weiterhin Diorahmen gebaut und verwendet, die dann natürlich in den Film mit einkopiert werden.


Interessant war auch noch zu erfahren, dass man die ursprüngliche Version des Films weggelassen hat. Nishimura wies auf die Anfangsszene mit der Yacht hin, auf welcher man die Schuhe, wie auch die Unterlagen des Wissenschaftlers findet, dem die Yacht gehört. Laut diesen Unterlagen (wie im Film beschrieben) ist Godzilla aus radioaktiven Müll entstanden, den er über all‘ die Jahre und Jahrzehnte gefressen hat. Ursprünglich war dies jedoch anders geplant. Es sollte sich nämlich der verschwundene Wissenschaftler zu Godzilla entwickeln, der dann dessen Ursprung sei, der wiederum durch die verschiedenen Formen der Metamorphose nicht nur zu einer neuen Kreatur, sondern sich zu einer neuen, intelligenten Lebensform menschlichen Ursprungs entwickeln sollte. Einen Hinweis darauf gibt es am Ende des Films, wenn die Schwanzspitze von Godzilla in Nahaufnahme zu sehen ist. Warum man diese Version weggelassen wurde, konnte er auf Nachfrage nicht beantworten.


Einen ähnlichen, wenn auch anders gelagerten Handlungsstrang, bzgl. Mutationen, gibt es bei der Realverfilmung von „Terra Formars“ (Japan 2016 / Regie: Takashi Miike).

Regisseur Yoshihiro Nishimura demonstrierte im „Metropolis-Kino“, wie er den Oberkörper von Godzilla stemmen musste, der an die 3 Meter hoch war.

Des weiteren gab Yoshihiro Nishimura bekannt, dass die Kreatur, bevor sie zu Godzilla wird und kriechend durch Tokio eine Spur der Verwüstung nach sich zieht, in Japan einen eigenen Namen bekommen hat. Sie wird als „Katsushika“ bezeichnet, nach dem Stadtteil von Tokio, wo die Kreatur zuerst an Land geht. Somit ist ein weiteres Monster im Kaiju-Universum geboren.


Zum Schluss noch eine kleine Anekdote, die mir persönlich widerfahren ist. Vor der Vorführung wurden DVD‘s und BluRay‘s verlost, die das Label Splendid-Film gespendet hat. Verlost wurden jeweils eine DVD und BluRay von „Cutie Honey - Tears“, der auch auf dem Filmfest lief. Die Fragen dazu waren spezifisch, so dass diese nur ein Nerd beantworten konnte oder jemand, der den Film auf dem Filmfest gesehen hatte.

Dann standen zwei BluRay‘s des ersten Godzilla-Films von 1954 zur Disposition. Die erste der beiden Scheiben war an eine knifflige Doppelfrage gekoppelt, die für den Laien nicht einfach war und wirklich nur ein Nerd beantworten konnte. Diese lautete: „In welchem Jahr wurde der erste Godzilla-Film als Erstaufführung in Japan und wann in Deutschland gestartet?“.


Ich hielt mich zunächst zurück, weil ich jetzt nicht als Nerd vorpreschen wollte, zumal ja zwei BluRays zur Verlosung anstanden. Doch diese Frage konnte keiner beantworten (lediglich 1954 in Japan war den meisten bekannt), so dass ich mich meldete und die Premiere in Japan mit 1954 und Deutschland mit 1956 angab. Unter Applaus des vollen Kinosaals nahm ich etwas verlegen die BluRay in Empfang und habe mich natürlich gefreut. Ich habe aber nur die Jahreszahl genannt, denn natürlich weiß ich als Godzilla-Fan, dass der erste Godzilla-Film am 03. November 1954 in Japan und am 10. August 1956 in Deutschland seine Erstaufführung hatte.

Der erste Godzilla-Film von 1954 ist als BluRay bei „Splendid-Film“ erschienen und enthält die japanische Langfassung, wie auch die deutsche Kinofassung. Und den hat man eingesackt. Ein bisschen stolz wie Bolle, ist man da schon.

Tak Sakaguchi und Yuyi Shimomura im „Metropolis-Kino“ bei der Vorführung der neuen Kampftechnik, die im sog. „Null-Bereichskampf“ angewendet wird.

Im Anschluss an den Film demonstrierten Tak Sakaguchi und Yuyi Shimomura vor der Leinwand des „Metropolis-Kinos“ ihre ausgefeilten Kampfkünste. Diesmal jedoch nur mit Plastikwaffen.


Kleine Anekdote am Rande, weshalb man hier auf die Plastikwaffen verweist: Tak Sakaguchi war bereits 2003 zu Gast beim JAPAN FILMFEST HAMBURG und hatte bei einer ähnlichen Demonstration mit einem echten Samuraischwert kurzerhand die Leinwand des Kinos aufgeschlitzt. Es ist jedoch nicht überliefert, in welchem Kino dies war. 15 Jahre danach, wurde er aber „rehabilitiert“, so dass er 2017 wieder als Gast dabei sein durfte.

Von links nach rechts: Hitomi Uno (Hauptdarstellerin) / Toshinari Yonishi (Regisseur) / Yoshisuke Shinoda (Produzent) / Frau Shinoda (Ehefrau des Produzenten und Darstellerin) im „Metropolis-Kino“.

Die Entstehungsgeschichte zu diesem Film ist eine hanebüchende, wie witzige. Der Regisseur wollte eigentlich nur ein paar Modellwaffen (behördlich Anscheinswaffen) in einem Geschäft kaufen, die er für diesen Film benötigte. Zufällig befanden sich auch ein paar Russen in dem Geschäft, wie auch ein paar Japaner, die allesamt bei dem Film mitmachen wollten und sofort „eingekauft“ wurden. Das merkt man dem Film allerdings auch ein wenig an.

Hauptdarstellerin Hitomi Uno in einem traditionellen Kimono, die auch schon Kirschblütenkönigin in Japan war.

Eine Schönheit und ein scharfer Hingucker ist Hitomi Uno ohnehin, in ihrem Latex, Lack und Leder - Outfit jedoch erst recht.

Nachdem Film gab Hauptdarstellerin Hitomi Uno noch Autogramme und stand für ein Fotoshooting zur Verfügung

RESÜMEE DES FESTIVALS


Das JAPAN FILMFEST HAMBURG hat den Fans des japanischen Kinos wieder ein Festival geboten, dass ein wahrer Genuss gewesen ist. Die Vielzahl der Filme und die unterschiedlichen Genres, die einem geboten wurden, konnten sich nicht nur sehen lassen, sondern waren geradezu hervorragend. So war für jeden etwas dabei.


Hauptperson des Festivals war natürlich Kult-Regisseur Yoshihiro Nishimura, der gleich mit mehreren Filmen auf dem Festival vertreten und die zentrale Figur war, da er nicht nur seine eigenen Werke präsentierte, sondern auch in anderen Produktionen mitwirkte, die auf dem Festival liefen, da er in Japan ein bekannter Spezialist für SFX, sprich für Spezialeffekte ist. Seine Fans wissen das natürlich.


An die 70 Filme, inkl. Kurzfilme wurden gezeigt, von denen man leider nur einen Bruchteil gesehen hat. 10 Filme hat man sich im Kino angesehen und dann hat man sich noch zwei BluRay‘s zugelegt von Filmen, die auf dem Festival liefen, welche hier jedoch nicht mehr rezensiert werden, stattdessen später in den Reviews auf dieser Seite unter „Japanischer Film“ zu finden sein werden.


Im kommenden Jahr ist man wieder dabei, denn das japanische Kino hat eine Menge mehr zu bieten, als man vermuten mag und man ist umso überraschter, was da für Perlen auf der Leinwand auftauchen.


Und an all‘ die Leute gerichtet, die mit dem japanischen oder auch asiatischen Kino generell wenig anfangen können der Hinweis, dass das JAPAN FILMFEST auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Sehr empfehlenswert!

Das offizielle Werbemotiv des 18. JAPAN FILMFESTES HAMBURG

Willkommen in Hamburg!

ハンブルクへようこそ!

Wer Lust hat und beim JAPAN FILMFEST mitmachen möchte, der kann sich an folgende Adresse wenden:


NIHON MEDIA e.V.

Kontakt über deren Webseite: http://www.jffh.de/contact/